Fallgruben beim Internetauftritt

Bei so einem Internetprojekt kann man hier und da schon einmal in eine Grube fallen. Nicht alles läuft wie es laufen soll insbesondere wenn man die Grube wo man reinfällt nicht sehen kann. Es ist schon erstaunlich was die Anbieter sich so einfallen lassen um selbst gut ausgebildete Spezialisten hinters Licht zu führen b.z.w. auf dem Weg zum fertigen Internetauftritt hier und da ein Beinchen stellen.

Üblicherweise wird bei einem Internetpaket der Plattenplatz in Gigabyte angegeben. Das ist auch gut so denn es gibt einem das Gefühl wie viel Daten man dort ablegen kann. Geht man etwas weiter ins Detail muss man dieses aber differenzierter betrachten. Haben wir hier eine Webseite die beispielsweise 50 Gigabyte an Daten benötigt, diese sich aber in extrem viele kleine Dateien aufteilen, so kann die Größe der Datenmenge die gespeichert werden kann unrelevant sein. Viel wichtiger könnte hierbei die Angabe sein wie viele Dateien der Kunde auf diesem Webspace ablegen darf. Die Angabe der Inode ist im Zusammenhang mit der Datenmenge die gespeichert werden kann eine wichtige Komponente. Die Summe von 260 000 klingt erst einmal sehr hoch, kann aber bei einer Webseite die sehr viele einzelne Dateien erzeugt oder benötigt letztendlich zuwenig sein. Warum die Begrenzung der Datei Anzahl ausgerechnet ein Sicherheitsfeature ist mag jeder selber bestimmen.

Auch das Thema Backup ist immer wieder ein Punkt zum schmunzeln. 100 GB Webspace klingen auch wiederum sehr viel. Wenn nun der Internetauftritt 20 GB benötigt und ein tägliches voll Backup in diesem Webspace abgelegt wird kann man sehr schnell feststellen wie klein dieses Paket in Wirklichkeit ist. Dieses bedeutet für den Kunden er muss sich auch um die Prozesse rund um den Internetauftritt bemühen und diese Parameter in seine Kalkulation für das richtige Web Paket einschließen.

Kommunikation mit der Webseite ist auch so ein Punkt der gerne übersehen werden kann. In den Angeboten der Provider findet man die üblichen Dinge wie HTTP oder FTP. Ab und an kann es schon mal sein dass man auf Protokolle die im Unix Bereich üblich sind ebenfalls zurückgreifen möchte. Ein Beispiel sei rsync. Zugegeben ist diese schon recht speziell. Dennoch sollte man es bei der Auswahl des richtigen providers im Auge behalten.

Insbesondere bei der Administration einer Webseite wird man sehr schnell feststellen dass ein Konsolen Zugang Gold wert ist. Provider die hier eine administration ausschließlich per FTP ermöglichen können einem zur Weißglut treiben insbesondere wenn es um die Erstellung von symbolischen Links geht. Administration kann in diesem Umfeld dann schnell zur Bastelbude werden.

Zusammenfassend also der Hinweis nicht nur auf die üblichen Faktoren wie Plattenplatz und Transfervolumen zu schauen. Es lohnt sich intensiver anzusehen wie es hinter der Webseite ausschaut, welche Möglichkeiten zur Administration und zum Betrieb der Webseite vorhanden sind. Dazu zählen auch Automatisierungstools und wiederkehrende Aufgaben durch Jobs erledigen zu lassen. Vor Vertragsabschluss ist es sicherlich sinnvoll die Anforderungen an den Internetauftritt nicht nur im Kopf zu haben sondern auch einmal auf Papier oder in einer Datei zu bringen und unterschiedliche Anbieter gegenüberzustellen. Das könnte letztendlich Zeit und vielleicht sogar Geld sparen.

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