Was ursprünglich einmal als Spaßprojekt begann, nimmt mittlerweile immer mehr Gestalt an. Das Zeiterfassungsterminal hat in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Funktionen erhalten. Die gesamte Konfiguration sowie die Statusanzeigen werden inzwischen komfortabel über ein integriertes Webinterface verwaltet.
Die Entscheidung, als Entwicklungsumgebung auf Visual Studio Code umzusteigen, hat sich dabei als absolut richtig erwiesen. Neben einer leistungsfähigen Entwicklungsumgebung stand von Beginn an auch eine klar definierte Feature-Liste zur Verfügung, die Schritt für Schritt abgearbeitet wurde.
Einen weiteren wichtigen Beitrag zum Projekterfolg leistet die Verwaltung des Quellcodes in einem Git-Repository. Dadurch ist eine saubere Versionierung gewährleistet, Änderungen bleiben jederzeit nachvollziehbar und neue Funktionen können strukturiert entwickelt und getestet werden.
Aktueller Entwicklungsstand
| Version | Aenderungen |
|---|---|
2.11.1 | Veraltete Hardware-Profilbloecke entfernt und ESP32-WROOM-Defaultwerte fuer Erststart und Werksreset uebersichtlich zusammengefasst |
2.11.0 | Persistente, ueber die Weboberflaeche konfigurierbare MQTT-Zugangsdaten mit Unterstuetzung fuer Broker ohne Anmeldung |
2.10.0 | Orangefarbener Neustart-Button mit Sicherheitsabfrage auf der Statusseite |
2.9.0 | Ressourcenschonende Systemstatus-Webseite mit Heap-, Flash-, Task-, Stack-, CPU- und Uptime-Werten |
2.8.0 | Konfigurierbare IP-Adressvergabe per DHCP oder statischer IPv4-Konfiguration mit Gateway, Subnetzmaske und DNS-Server |
2.7.0 | Robusterer WLAN-Start mit aktiven Wiederholungsversuchen, automatischem Reconnect und Diagnose des letzten WLAN-Disconnect-Grunds |
2.6.0 | Eigene Web-Logconsole fuer die letzten seriellen Anwendungsmeldungen mit automatischer Aktualisierung und Loeschfunktion |
2.5.0 | Anzeige der Software-Version auf der Statusseite |
2.4.0 | Browserbasiertes OTA-Update mit Upload einer PlatformIO-firmware.bin und automatischem Neustart nach erfolgreicher Validierung |
2.3.0 | Konfigurierbarer Hostname, MAC-Adresse und Hardware-Plattform auf der Statusseite, erweiterte MQTT-Konfiguration mit MAC-Adresse, Software-Version, LED-Port und RC522-Pins, konfigurierbare LED- und RC522-Belegung, RFID-Test und automatische Erkennung, JSON-Download und -Upload der Konfiguration, schnellerer Wechsel zwischen Status- und Konfigurationsseite |
2.2.0 | Persistente Konfiguration von WLAN, MQTT-Host, MQTT-Port und MQTT-Topic ueber die Weboberflaeche |

Auch die Inbetriebnahme neuer Geräte wurde deutlich vereinfacht. Ein komplett neues System lässt sich inzwischen problemlos aufsetzen. Erkennt das Terminal, dass noch keine Konfiguration vorhanden ist, startet es automatisch einen eigenen WLAN-Hotspot. Über das integrierte Webinterface können anschließend sämtliche Einstellungen komfortabel vorgenommen werden.
Nach Abschluss der Konfiguration verbindet sich das Terminal mit dem vorhandenen WLAN und kann sofort produktiv genutzt werden. Sowohl die WLAN-Stabilität als auch die Kommunikation mit dem MQTT-Server wurden im Rahmen der Weiterentwicklung nochmals deutlich verbessert.
Ein weiteres neues Feature ist die Möglichkeit, die komplette Konfiguration zu sichern und bei Bedarf wieder einzuspielen. Dadurch lassen sich Geräte im Fehlerfall schnell ersetzen, ohne sämtliche Einstellungen erneut vornehmen zu müssen. Gleichzeitig wird es möglich, bereits konfigurierte Systeme zu klonen und in kurzer Zeit weitere Zeiterfassungsterminals mit identischer Konfiguration bereitzustellen.
Aktuell gibt es bereits Überlegungen, das Terminal um ein OLED-Display zu erweitern. In Kombination mit einigen Tastern würden sich dadurch zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Neben der Anzeige von Statusinformationen könnten verschiedene Funktionen direkt am Gerät bedient und konfiguriert werden, ohne dass hierfür zwingend das Webinterface benötigt wird.
Damit würde das Zeiterfassungsterminal einen weiteren Schritt in Richtung einer universellen Automatisierungsplattform machen. Denkbar wären beispielsweise die Steuerung von Funktionen innerhalb der Hausautomation, das Schalten von Geräten, die Anzeige von Systemzuständen oder die Interaktion mit MQTT-basierten Anwendungen.
Die Kombination aus ESP32, RFID-Leser, Webinterface und künftig möglicherweise Display und Bedienelementen bietet eine solide Grundlage für zahlreiche Erweiterungen. Dadurch entwickelt sich das Projekt zunehmend von einem reinen Zeiterfassungsterminal zu einer vielseitigen Plattform für Automatisierungs- und Smart-Home-Anwendungen.
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