Am 27. August 2024 hatte ich die Idee mit einem ESP Microcontroller ein Zeiterfassungsterminal zu bauen. Die Herausforderung war, dass der ESP das RFID Modul mit der Home Automation Infrastruktur verbindet, dass es über den MQTT Server meldet, wann jemand die RFID-Karte vor den Leser gehalten hat.

Bis heute lief diese Lösung mit MQTT, NodeRed eigentlich auch ganz gut aber die Welt hat sich ein bisschen weiter bewegt. Das Wetter lässt gerade keine Aktivitäten zu und so steht aus Version 1 Version 2 machen an.

Die Version 1 entstand noch in der Arduino Web Compiler Oberfläche und über KI hat da wohl noch niemand wirklich richtig nachgedacht. Für Version 2 war auch was das Entwicklungs Toolset angeht eine Veränderung angedacht. Als IDE sollte Visual Studio zum Einsatz kommen und als Extension für esp32 Plattform IO. Als Ratgeber für die Programmierung kommt Codex von Chat GPT zum Einsatz. Softwareverwaltung und Release-Kontrolle habe ich ein eigenes GIT auf Basis von FORGEJO.

Der jetzige Stand ist spürbar professioneller. Sämtliche Einstellungen sind nun über ein Webserver und ein Frontend konfigurierbar. Es gibt keine statischen Einstellungen mehr sondern jetzt ist alles konfigurierbar. Wie es mit den ESP Controllern vielfach so gemacht wird, startet nun auch ein eigener Hotspot um die Grundkonfiguration bei Erstbetrieb einzustellen.

Was macht man jetzt eigentlich mit so etwas?

Die Funktionsweise ist relativ simpel. Man hält einen RFID-Chip davor und der Mikrocontroller überträgt die RFID Kennung an den MQTT Server. Ab da hängt es davon ab was die Steuerelektronik dahinter mit dieser Informationen macht. In meinem Fall wird sie zur Zeiterfassung genutzt, also kommt und geht. Denkbar ist aber auch eine Fernsteuerung für Home Automation. Abhängig von dem Chip der vor den Reader gehalten wird, könnte eine Aktion ausgelöst werden. Damit könnte das Licht eingeschaltet werden, eine Steckdose könnte ein- oder ausgeschaltet werden ein Garagentor könnte aufgehen, eine Gartenbeleuchtung könnte ein- und ausgeschaltet werden oder eine Tür könnte geöffnet werden.

Denkbar ist auch eine Erweiterung auf ein intelligentes Terminal. Wird dem Mikrocontroller ein Display verpasst, beispielsweise ein OLED1306, vielleicht auch noch ein- oder zwei Taster, so ist funktionell so ziemlich viel denkbar. Der Mikrocontroller muss dabei auch nicht permanent im WLAN sein, sondern nur für die Funktion kurz eingeschaltet werden und muss die Übertragung zum MQTT Server machen. Softwareseitig ist vieles denkbar und es ist noch einiges Platz auf dem esp32.

Das schwierigste dürfte bei einem do it yourself (DIY) Projekt sein, den Aufbau in ein vernünftiges Gehäuse zu bauen. Auch hierbei hat sich die Welt ja weiter gedreht und zwischenzeitlich sind 3D Drucker immer günstiger und populärer geworden.

Meist ist es wichtig eine Nacht über so etwas zu schlafen. Es ist ja keine Eile und vielleicht muss ein Nachmittag am Platinenlayout gearbeitet werden und letztendlich dann am CAD Programm für den 3D Drucker.

Test und Entwicklungsumgebung

Welche Ideen hättet ihr was ihr mit einem RFID Chip alles machen könntet? Hinterlasst doch mal einen Kommentar