Der „ich bin beim Bäcker“ Effekt

Da muß ich ja mal schmunzeln, wer mich kennt weiß das ich seit einger Zeit gerne zum Bäcker gehe um dort zu arbeiten. Der Grund ist einfach. Wer wie ich viel von zu Hause arbeitet, ein sogenanntes Homeoffice hat, ist irgendwann in einem Käfig und muß zur Inspiration einfach einmal unter Menschen. Das kann erfolgen in dem man in die Geschäftsstelle fährt und Kollegen trifft oder aber wo das nicht möglich ist, andere Alternativen sucht. Bei mir war das in diesem Fall der Bäcker meines Vertrauens. Wer das nicht macht wird langfristig mit sinkender Motivation und vor allem sinkender Produktivität kämpfen.

Darauf gekommen, beim Bäcker zu arbeiten, war ich eigentlich ganz nebenbei. Mein Job bringt es mit sich, dass ich mit internationalen Teams arbeite. Diese Teams sitzen alle in Ihrer Heimat. Das ist Deutschland, England, Polen, Ungarn, Tschechien, irgendowo auf der Welt. Dabei haben alle ansatzweise ähnliche vertragliche Möglichkeiten wo und wann sie arbeiten. Allen gemeinsam ist die Möglichkeit über das Internet gemeinsam an einem Projekt für einen Kunden zu arbeiten. Es spielt also keine Rolle wo man sitzt. Vielmehr ist ein funktionierendes Internet der wesentliche Faktor.

Das Internet ist die gemeinsame Basis

Der Mobilfunkausbau zeigte das mit LTE dieses genauso gut beim Bäcker möglich ist wie zu Hause. Also geht es los und ich habe es einmal probiert. Um eine lange Geschichte abzukürzen.  Es funkioniert sehr gut!

Aufbruch zum Tapetenwechsel

Mitlerweile ist es auch in meinem Kollegenkreis bekannt das ich öfters mein Büro nach auswärts verlege. Hier und dort gibt es bei Kollegen ähnliche Initiativen. Für mich haben sich in dieser Zeit einige alte und neue reale Kontakt gebildet und vertieft die ich nicht mehr vermissen möchte. Mennschen die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, aus den Augen verloren hatte, sind mir hier wieder über den Weg gelaufen und auf diese Weise enstand ein schönes Beispiel für „social networking„. Dieser Faktor von „Worklife Balance“ ist es, der gefühlt die Motivation und Produktivität ansteigen lässt.

Ich kann für die Arbeitsergebnisse keine negativen Dinge berichten und selbst Telefon- und Webkonferenzen sind problemlos möglich. Die Hintergrundkulisse ist etwas gewöhnungsbedürftig aber dafür gibt es bei Telkos die „Stumm Taste“ und Themen die nicht in die Öffetlichkeit gehören sind dann aus dem echten Homeoffice zu erledigen. Das ist keine 5 Minuten entfernt und damit nicht aus der Welt. Dinge die wirklich hohe intensive Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern macht man dann ganz automatisch zu Hause.

Was lässt mich nun schmunzeln?

Kat Boogaard schreibt im Blog auf Trello über den

The ‚Coffee Shop Effect‘: Why Changing Your Location Boosts Your Productivity

Allein bei dem Titel musste ich lächeln. In diesem Beitrag wird meine Erfahrung bestätigt. Sie unterlegt das noch mit einigen Statements aus dem wissenschaftlichem Umfeld. Für mich ist es Stand heute gar nicht mehr denkbar ein festes Büro zu haben wo ich gezwungen bin tagtäglich drin zu arbeiten, quasi wie in einer Zelle. Es mag ja Menschen geben die das brauchen – ich nicht.

Auf den ersten Blick mag es merkwürdig erscheinen, dass ein Café die Konzentration und Motivation in die Höhe treiben würde.

Mehr Motivation und Produktivität

Fazit

Solltest Du also in einer ähnlichen Situation sein und im Genuss von Homeoffice sein, dieses Dein Arbeitsmittelpunkt darstellt, Dir die Decke auf den Kopf fällt und die Motivation und Produktivität sinkt dann versuche meinen Ratschlag.

Wechsel mal die Location.

Es kann ein Café oder der Bäcker sein, jede ander Location geht aber wohl auch. Ich bin sicher Du bist überrascht wie die Wirkung ausfällt.

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