Die Steuerung mit dem Solar Controller ist nun fortgeschritten und es gibt bereits eine neue vorerst finale Software Version. Diese zweite Anlage wird aktuell aus einem 430W Solarpanel gespeist und hat ebenfalls ein 12V/20A Netzteil als Option zum Laden. Aufgrund der Begrenzungen der DC/DC Wandler kann diese Anlage aktuell nur so ca. max. 150W einspeisen. Sobald hier ein anderer DC/DC Wandler zum Einsatz kommt – ginge natürlich deutlich mehr. Die Testweise verwendete 12V 100Ah AGM/GEL Batterie ist nun einer 100Ah LIFEPO4 Batterie gewichen. Das hat ebenfalls den Wirkungsgrad erheblich aufgewertet.

Wie in diesem Bild zu sehen, ist auch die gesamte NodeRED Steuerung erheblich einfacher geworden. Das liegt im wesentlichen an den vier „function nodes“ in denen nun die gesamte Business intelligence steckt. Die Aufteilung ist wie folgt:

  • Object Mapper -> schreibt die MQTT Daten in flow-Variablen
  • DB-LOGGER -> übernimmt das Logging in der Datenbank
  • WR-UNIT -> Steuerung der Leistung des Wechselrichters
  • AC-UNIT -> Steuerung des Ladenetzteils auf Basis von batteriestand und Energieüberschuß

Die größte Veränderung und auch Vorteil ist die Trennung in diese Module. Das macht zum einen die Entwicklung und Optimierung einfacher und zum anderen nimmt es die Komplexität aus einer großen Steuerung.

Die Steuerung kombiniert:

  • Batterieschutz
  • dynamische Leistungsregelung
  • Überschusslogik
  • WR-Stabilität
  • MQTT-Optimierung
  • flexible Konfiguration

Des weiteren habe ich die gesamte Software in ein GIT-Repository verfrachtet. Dadurch lässt sich die Entwicklung granularer steuern, nachvollziehen und im Fehlerfall wieder herstellen. Nun gibt es auch ein sauberes Issue – Tracking, Version Kontrolle und Feature Request Verarbeitung.

Aber nicht nur die WR-UNIT hat ein Update bekommen. Die AC-UNIT ist nun ebenfalls aktualisiert und auf die Bedürfnisse angepasst.

Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Hier also einmal der Überblick was die AC-UNIT macht.

Natürlich gibt es auch entsprechende Dashboards, welche die Daten aus der Datenbank auswerten. Als Beispiel hier die Vitalwerte der Batterie der letzten vier Tage

Gut zu sehen sind hier die Phasen wo die gespeicherte Energie in der Nacht abgegeben wird. Das ist der untere Teil der Null Linie. Der obere stellt die Batterie Ladung dar. Die Datenpunkte auf der rechten Seite der Zeitachse sind noch nicht aggregiert. dieses erfolgt als _globaler_ Job in der Datenbank für alle Messwerte auf Stundenbasis. Das spart Platz in der DB und glättet auch die Kurven etwas. Da hier teilweise bis zu 10 Messwerte je Parameter in der Sekunde einlaufen ist diese massive Datenhaltung nicht notwendig und auch nicht aufschlussreich.

Wie macht Ihr das mit der Überschuss Energie in eurem Haus? Habt Ihr eine fertige Lösung im Einsatz, habt Ihr ebenfalls etwas selbstgebautes, Hinterlasst gern einen Kommentar.