Im letzten Beitrag habe ich gezeigt mit welchen Tools das Projekt umgesetzt wird. Die Platine ist zwischenzeitlich geliefert und bestückt. Ein Funktionstest war positiv und die Firmware wurde noch an einigen Stellen optimiert, neue Features sind hinzugekommen. Die gesamte Lösung wächst immer weiter zusammen.

Die Kernaufgabe des Sensors ist nach wie vor die Lieferung von 1 Minuten Audio Streams im WAV Format inkl. JSON Metadaten. Zur Konfiguration und Administration des Sensors ist ein WebUI implementiert. Das WebUI ist über einen Browser zu erreichen. Im Labor ist ein Status und Error Logging auch über die USB Schnittstelle möglich. Das WebUI liefert alle wichtigen Daten inkl. der Pegelanzeige des aktivierten Mikrofones.

Auf dem Board sind neben einer LED, welche die Betriebsbereitschaft anzeigt auch zwei Status LEDs verbaut. Die eine zeigt den Aufnahmestatus an. Ist dieser Unterbrochen/ gestoppt leuchtet diese. Die Zweite leuchtet sobald ein Fehler bei der Übertragung oder der Hardware vorhanden ist. Auf der Weboberfläche im Log können dann Details eingesehen werden.

Der BirchEar Receiver, die Komponenten in der alle Audio Streams zusammenlaufen, hat ebenfalls einige Updates / Patches bekommen und neue Features. So ist u.a. die Datenhaltung und Management erheblich komfortabler geworden und vor Allem – viel schneller.

OTA – Over the Air Update

Das Thema OTA hat mich einiges an Zeit gekostet. Leider mit dem Ergebnis es auf der Raspberry Pico Plattform erst einmal zu verwerfen. Mit den 4 MB Flash ist der Pico zwar gut ausgestattet aber

  • neben dem ROM basierten Bootloader muss ein neuer Bootloader verwendet werden. Beispiel TINYU2F
  • Der Flash muss partitioniert werden
  • Das komplette handling muss aufgrund fehlender Libraries selbst geschrieben werden
  • Im Vergleich zum ESP ist die HW-Plattform des Pico dazu nicht so ideal geeignet

Vielleicht ist der Pico2W dazu einfach zu neu und die Zeit bringt hier ggf. eine Lösung. Mit einem ausreichenden Reifegrad der Firmware ist ein Update nur bedingt sofort notwendig. Die Kernfunktionen laufen und die Komfortfunktionen können auch später per Notebook und USB Kabel installiert werden.

Die Verpackung des Sensors

Seit „eh und je“ ist die Verpackung beim DIY basteln mit Elektronik so ein vernachlässigtes Ding. Also, ich habe ein Gehäuse und die Platine ist maßgeschneidert für dieses Gehäuse. Was allerdings fehlt ist die mechanische Bearbeitung. Das ausfräsen der Öffnung für die USB Buchse, die Löcher für die Mikrofone, ….

Ich hoffe ich kann das zeitnah einmal angehen. Dann sieht es schon fast wie ein fertiges Produkt aus.